
Zu lernen, wie man Produktbeschreibungen schreibt und gute Produktfotos macht, kann ein einfacher, aber wirkungsvoller Weg sein, um deinem Ecommerce-Shop einen Marketing- und Verkaufsschub zu geben. Hochwertige Fotos machen deine Produktanzeigen und Listings auffälliger, ziehen mehr Traffic in deinen Online-Shop und lassen deine Produkte hervorstechen. Gute Fotos verleihen deinen Produkten visuelle Anziehungskraft und helfen Kunden, sich vorzustellen, wie es wäre, sie zu besitzen – das macht deine Verkaufsseiten überzeugender und steigert die Conversions. Wenn du einfach lernst, wie man hochwertige Produktfotos macht, kannst du deinen Umsatz steigern, ohne auch nur einen Cent mehr für Werbung auszugeben.
In diesem Leitfaden teilen wir 12 Best Practices, die dir helfen, gute Produktfotos zu machen. Wir geben dir Tipps aus der professionellen Produktfotografie zu allem – von der physischen Vorbereitung deiner Produkte für die Kamera bis hin zur Nachbearbeitung deiner Fotos für ein professionelles Finish. Außerdem beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Produktfotografie.
Die Qualität deiner Produktfotos hängt davon ab, wie du dich auf das Shooting vorbereitest, was du während des Shootings machst und wie du die Fotos danach bearbeitest.
Bereite dich vor, indem du deine Produkte reinigst, passende Beleuchtung wählst, die richtigen Hintergründe und Requisiten aussuchst und in die passende Ausrüstung investierst.
Optimiere dein Shooting, indem du im RAW-Format fotografierst, deine Einstellungen anpasst, gute Winkel wählst, Szenen mit Kontext inszenierst und einheitliche Abläufe einhältst.
Nutze Bildbearbeitungssoftware, um Faktoren wie Bildaufbau, Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, Sättigung und Lebendigkeit anzupassen.
Den Prozess, gute Produktfotos zu machen, kannst du in drei Phasen unterteilen: vor, während und nach dem Shooting. Zu den wichtigsten Tipps für Produktfotografie zählen:
Reinige deine Produkte
Sorge für passende Beleuchtung
Wähle einen geeigneten Hintergrund
Setze Requisiten ein
Verwende eine hochwertige Kamera
Nutze ein Stativ
Fotografiere im RAW-Format
Passe deine Kameraeinstellungen an
Halte mehrere Blickwinkel fest
Vermittle Kontext
Halte einheitliche Abläufe ein
Nutze Bildbearbeitungssoftware
Hier sind ein paar Hinweise, wie du diese Prinzipien in die Praxis umsetzt:
Damit deine Produkte im besten Licht erscheinen, solltest du sie vor dem Shooting putzen. Wähle ein Exemplar in gutem Zustand – oder, falls nur ein Exemplar verfügbar ist, führe alle nötigen Reinigungs- und Reparaturschritte durch. Achte auf Makel wie Schmutz, Staub oder Fingerabdrücke, die dein Foto beeinträchtigen könnten. Prüfe auf Verfärbungen, Risse, fehlende Teile oder andere Beschädigungen.
Je nach Produkt brauchst du eventuell spezielle Reinigungs- oder Reparaturmittel. Kunststoff sollte zum Beispiel mit einem nicht scheuernden Reiniger und einem weichen Tuch gereinigt werden, um Kratzer zu vermeiden.
Wenn du verschiedene Produkte reinigen musst, ist es praktisch, ein Toolkit mit gängigen Reinigungsmitteln wie Backpulver, weißem Essig und Zitronensaft sowie Sprühflaschen und Tüchern parat zu haben. Ein Druckluftspray kann beim Staubentfernen helfen.
Beleuchtung kann die besten oder schlechtesten Seiten deines Produkts zeigen. Sowohl die Art der Beleuchtung als auch die Zahl der Lichtquellen ist beim Aufbau deiner Produktfotografie wichtig.
Die Hauptarten der Beleuchtung sind natürliches und künstliches Licht. Natürliches Licht wirft ein gleichmäßiges, weiches Licht, das Motive vor dem Hintergrund hervorhebt. Es eignet sich gut für umfassende Details, für Produkte, die von Menschen verwendet oder getragen werden, und für Produkte im Außenbereich. Künstliches Licht wirft ein härteres Licht, das bestimmte Bereiche fokussiert. Damit kannst du Produktdetails in detaillierteren Aufnahmen hervorheben.
Profifotografen nutzen meist drei Lichtquellen, um Produkte ins beste Licht zu rücken – die sogenannte Drei-Punkt-Beleuchtung. Sie besteht aus Führungslicht, Aufhelllicht und Gegenlicht:
Das Führungslicht beleuchtet das Motiv vor dem Hintergrund. Es wird seitlich vom Motiv platziert, meist in einem 45-Grad-Winkel, sodass eine Seite im Licht und die andere im Schatten liegt. Wenn du draußen fotografierst, kann die Sonne als Führungslicht dienen.
Das Aufhelllicht wird gegenüber dem Führungslicht platziert, um die im Schatten liegenden Bereiche zu beleuchten. Es sollte schwächer sein als das Führungslicht.
Das Gegenlicht wird hinter dem Motiv platziert, um einen Lichtsaum um den Rand des Motivs zu erzeugen. So hebt sich das Motiv vom Hintergrund ab und Details an den Kanten werden sichtbar.
Manchmal werden eine oder mehrere zusätzliche Lichtquellen als Hintergrundlicht verwendet, um andere Elemente im Bild als das Hauptmotiv auszuleuchten.

Die Wahl des Hintergrunds kann Farbe, Textur, Form und Eigenschaften des Motivs hervorheben. Für die Auswahl einer Hintergrundfarbe kannst du die Drei-Farben-Regel anwenden. Sie besagt, eine Primärfarbe und zwei Komplementärfarben zu wählen. Die Hauptfarbe deines Produkts gibt in der Regel die Primärfarbe vor. Du kannst einen Farbkreis nutzen, um Komplementärfarben zu finden, oder in Warm- und Kaltfarben denken. Farben zum roten Ende des Spektrums – etwa Orange und Gelb – gelten als warm, während Farben zum violetten Ende, wie Grün und Blau, kalt wirken.
Du kannst Hintergründe auch wählen, um Texturen hervorzuheben. Texturen können Eigenschaften wie Glätte, Rauheit, Glätte oder Klebrigkeit andeuten. Wie bei Farben kannst du in Primär- und Komplementärtexturen denken. Wenn du zum Beispiel einen dicken, weichen, flauschigen Teppich fotografierst, kann ein Hartholzboden für Kontrast sorgen.
Requisiten können deine Fotos aufwerten, indem sie Anwendungen des Produkts zeigen oder eine Prise Dramatik oder Humor hinzufügen. Requisiten können alles Mögliche sein – von Möbeln über Blumen bis zu Lebensmitteln. Regisseure unterteilen Requisiten oft in Handrequisiten, persönliche Gegenstände wie Kleidung, Setrequisiten wie Möbel und Set-Dressing-Elemente, die nicht direkt von der Hauptperson im Foto gehalten, getragen oder verwendet werden.
Wähle eine Requisite, die zum Zweck deines Produkts und zur Stimmung deines Fotos passt. Beschränke dich auf eine zentrale Requisite, damit dein Foto nicht überladen wirkt und vom Hauptmotiv ablenkt.
Je besser deine Kamera, desto besser deine Fotos. Welche Kamera die richtige ist, hängt von deinen Bedürfnissen und deinem Budget ab. Heutige Smartphone-Kameras wie die iPhone-Kamera liefern beeindruckende Qualität, die für Einsteiger mit kleinem Budget ausreicht. Wer mehr investieren kann, erzielt mit einer Spiegelreflexkamera (auch SLR-Kamera, digitale Spiegelreflexkamera oder DSLR-Kamera) oder einer spiegellosen Kamera professionellere Qualität.
DSLR-Kameras nutzen einen Spiegel, um aufgenommene Bilder umzulenken, während spiegellose Kameras darauf verzichten. Früher waren DSLR-Kameras bei Profifotografen beliebter, doch in letzter Zeit werden sie zunehmend von spiegellosen Kameras abgelöst. Diese Kameratypen kosten zwischen ein paar Hundert und mehreren Tausend Dollar – berücksichtige dein Budget und informiere dich gründlich, bevor du eine große Investition tätigst.

Stative verbessern deine Fotos, indem sie deine Kamera stabilisieren und so Verwackeln oder Bewegung verhindern. Stative gibt es in unterschiedlichen Designs und Größen. Manche haben Drei-Wege-Köpfe, die man jeweils auf einer Achse einstellen kann – für vertikale, horizontale oder Schwenkbewegungen –, andere nutzen ein Kugelgelenk, das sich nach Bedarf lockern und in jede Richtung einstellen lässt. Manche Stative sind klein oder leicht genug für den mobilen Einsatz, während größere und schwerere Stative im Studio bleiben sollen. Spezialstative für Smartphones oder andere kleine Kameras lassen sich mit Saugnäpfen oder flexiblen Plastikarmen befestigen, zum Beispiel der GorillaPod von Joby.
Ein einfaches Stativ bekommst du schon für rund 30 $, während teurere Profi-Stative mehrere Tausend Dollar kosten können. Wähle das günstigste Stativ, das für deine Zwecke ausreicht.
Wenn du deine Fotos mit einer Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop bearbeiten willst, solltest du im sogenannten RAW-Format fotografieren. Wie der Name schon sagt, enthalten RAW-Dateien Bilder, die unbearbeitet oder kaum bearbeitet sind, und bewahren alle von der Kamera erfassten Daten. Das gibt dir bei der Nachbearbeitung mehr Kontrolle über Anpassungen.
Die meisten Profikameras und viele Smartphones bieten die Option, in RAW zu fotografieren. Auf dem iPhone findest du die ProRAW-Option in den Einstellungen unter den Kameraformaten.
Um die Qualität deiner Fotos zu verbessern, lerne, deine Kameraeinstellungen anzupassen. Die drei wichtigsten Einstellungen sind:
Verschlusszeit: Sie steuert, wie schnell der Verschluss deiner Kamera schließt, und bestimmt damit, wie viel Licht auf das Bild fällt.
ISO: Steuert die Lichtempfindlichkeit deiner Kamera und bestimmt die Helligkeit deines Bildes.
Blende: Steuert die Größe der Objektivöffnung und legt fest, wie viel Licht auf die Kamera trifft und wie scharf deine Bilder sind.
Digitalkameras erlauben dir, die Blende direkt einzustellen, während Smartphones eine simulierte Blendenanpassung nutzen. Auf dem iPhone kannst du im Porträtmodus mit dem Tiefenregler eine Blende simulieren.

Mit verschiedenen Blickwinkeln kannst du unterschiedliche Eigenschaften deines Produkts zeigen. Nutze Totalen, um dein gesamtes Produkt abzubilden. Ergänze Nahaufnahmen, um bestimmte Produktmerkmale hervorzuheben. Füge Action-Shots hinzu, die dein Produkt im Einsatz zeigen. Wenn du 3D-Modelle planst, in die deine Kunden hineinzoomen oder die sie aus verschiedenen Winkeln betrachten können, halte unbedingt alle nötigen Perspektiven fest.
Achte bei der Wahl der Winkel auf deinen Bildaufbau. Profis folgen der Drittelregel: Du teilst dein Bild visuell in drei Zeilen und drei Spalten, gebildet aus zwei horizontalen und zwei vertikalen Linien. Platziere dein Motiv an einem der vier Punkte, an denen sich die Linien kreuzen.
Kontext vermittelt Zweck, Anwendungen und Vorteile deines Produkts und macht deine Bilder als Verkaufstool überzeugender. Es gibt mehrere Wege, Kontext zu zeigen. Wenn du jemanden dabei zeigst, wie das Produkt verwendet oder getragen wird, sieht man, wie es aussieht und wie es gedacht ist. Hintergrund- und Requisitenwahl können den vorgesehenen Einsatzbereich verdeutlichen. Mehrere Winkel und Aufnahmen können die verschiedenen Anwendungen und Vorteile aufzeigen. Videos können dein Produkt in einen dynamischen Kontext stellen – für Dramatik oder Humor.
Damit deine Fotos eine gleichbleibende Qualität haben, entwickle Standardabläufe für deine Aufnahmen. Halte in einem schriftlichen Dokument Standard-Bildelemente fest, etwa Kameraeinstellungen, Winkel und Beleuchtung. Wenn du mehrere Produkte derselben Kategorie hast, nutze ähnliche Posen und Hintergründe pro Foto. Wenn du zum Beispiel mehrere T-Shirts verkaufst, sollten deine Models bei verschiedenen T-Shirt-Modellen ähnliche Posen einnehmen.

Bildbearbeitungssoftware kann dir helfen, die Qualität deiner Originalbilder zu verbessern und bessere Fotos zu erhalten. Zu den wichtigsten Stellschrauben zählen:
Bildaufbau: Schneide dein Bild zu und richte es gerade aus, um die Platzierung des Motivs zu verbessern.
Weißabgleich: Bestimmt den Farbton deines Fotos. In Photoshop passt du den Weißabgleich über die Bildanpassung „Gradationskurven“ an.
Belichtung: Passt die Helligkeit deines Fotos an. In Photoshop kannst du die Belichtung anpassen, indem du eine neue Einstellungsebene für Helligkeit/Kontrast hinzufügst und im Eigenschaftenbereich den Helligkeitsregler nutzt.
Kontrast: Steuert den Bereich heller und dunkler Töne in deinem Foto und macht Lichtunterschiede schärfer oder weicher. In Photoshop passt du den Kontrast in den Bildanpassungseinstellungen für Helligkeit/Kontrast an.
Sättigung: Bestimmt die Intensität deiner Farben. In Photoshop kannst du die Sättigung anpassen, indem du eine neue Einstellungsebene für Farbton/Sättigung hinzufügst.
Lebendigkeit: Bestimmt die Intensität weniger dominanter Mitteltöne, die zwischen hellen und dunklen Extremen liegen. In Photoshop passt du die Lebendigkeit im Menü „Bildanpassungen“ an.
Adobe Photoshop ist das beliebteste Bildbearbeitungsprogramm. GIMP (GNU Image Manipulation Program) ist eine populäre kostenlose Alternative zu Photoshop.
Bessere Foto-Qualität macht deine Bilder auffälliger und überzeugender, sorgt für mehr Klicks und mehr Verkaufs-Conversions. Lege das Fundament für hochwertige Fotos, indem du deine Produkte reinigst, die richtige Beleuchtung wählst, passende Hintergründe und Requisiten aussuchst und in eine gute Kamera und ein Stativ investierst. Mach hochwertige Aufnahmen, indem du im RAW-Format fotografierst, deine Einstellungen anpasst, mehrere Winkel einfängst, dein Produkt in Kontext setzt und einheitliche Abläufe einhältst. Nutze Bildbearbeitungssoftware, um aus deinen Fotos das Beste herauszuholen.
Wenn du Print-on-Demand-Produkte über Gelato verkaufst, kannst du deine Fotos mithilfe des Gelato Mockup Studio einsetzen – verfügbar mit einem Gelato+-Abo. Mit dem Mockup Studio siehst du (oder deine Kunden) Vorschauen individualisierter Produkte, bevor Bestellungen in Produktion gehen. Du erhältst außerdem Zugriff auf Millionen Stockfotos sowie Grafiken und Bildfilter, mit denen du das Aussehen deines Produkts perfektionieren kannst. Du kannst hochwertige Mockups von Bekleidung, Wandkunst und anderen individualisierten Produkten erstellen. Du kannst Wandkunst zum Beispiel vor verschiedenen Hintergründen zeigen, damit Kunden sich vorstellen können, wie sie zu Hause wirken würde. So sorgst du mit Fotos dafür, dass deine Produkte so aussehen, wie du und deine Kunden es wollt – bevor du Geld für Lagerbestände oder die Bestellabwicklung ausgibst. Melde dich noch heute beim Print-on-Demand-Service von Gelato an und beginne, deine hochwertigen Fotos in Verkäufe gefragter Custom-Produkte umzumünzen.
Gute Produktfotos gelingen dir, wenn du Best Practices vor, während und nach dem Shooting befolgst. Reinige vor dem Shoot deine Produkte, wähle die passende Beleuchtung, Hintergründe und Requisiten und besorge dir die richtige Kamera- und Stativausrüstung. Beim Fotografieren nimmst du im RAW-Format auf, passt deine Einstellungen an, hältst mehrere Winkel fest, zeigst deine Produkte im Kontext und folgst einheitlichen Abläufen. Nach dem Shoot bereinigst du deine Bilder mit Bildbearbeitung.
Für Ecommerce-Zwecke ist das beste Setup ein einfaches Setup, das dein Produkt in einer Umgebung präsentiert, in der man es online gut erkennen kann. Ein weißer Hintergrund, künstliche Drei-Punkt-Beleuchtung, eine Smartphone-Kamera und ein kleines Stativ decken die Anforderungen der meisten Ecommerce-Shootings kleiner Unternehmen ab.